Welches Gewächshaus passt zu mir?

Sie wollen die Vorteile einer verlängerten Gartensaison ausnutzen? Na, dann los geht’s! Jetzt im Herbst ist der ideale Zeitpunkt dafür, ein Häuschen zu planen und aufzubauen. Wir zeigen Ihnen, wie’s geht.

Ich brauch 'ne Typberatung!

Die Nutzung stellt die Weichen!

Bevor Sie mit dem Bau beginnen, überlegen Sie genau, welche Pflanzen Sie im Gewächshaus kultivieren oder überwintern möchten. Davon hängen nicht nur Ausstattung und Technik, sondern auch Größe und Bauweise ab.

Für ein Kalthaus ohne Heizung, etwa zur Überwinterung robuster Pflanzen oder für die Anzucht im Frühjahr, sollte die Fläche mindestens 5 m² betragen, damit sich der Aufwand lohnt. Wenn Sie zusätzlich Kübelpflanzen unterbringen möchten, achten Sie auch auf eine ausreichende Höhe.

Planen Sie hingegen ein beheiztes Gewächshaus für empfindlichere Pflanzen oder die ganzjährige Nutzung, lohnt es sich, bereits beim Fundament einen gedämmten oder isolierten Boden einzuplanen. So sparen Sie langfristig Energie und schaffen ein stabileres Klima – besonders im Winter ein entscheidender Vorteil.

Kalthaus

unbeheizt 
frostfrei bis +5 °C
zur Überwinterung, Frühbeet

Temperiertes Haus

beheizt 
auf +5 bis +12 °C
für Mediterrane Pflanzen, Gemüseanbau

Warmhaus

dauerhaft beheizt
über +15 °C
für Tropenpflanzen, ganzjährige Kultur

Hinweis

Eine Baugenehmigung ist meist erst ab einer Grundfläche von 30 m2 und einer Fristhöhe von 4 m nötig.

Der Standort

Der Standort

Achten Sie darauf, dass Ihr Gewächshaus von allen Seiten gut zu erreichen ist. So können Sie es auch von außen problemlos warten und reinigen. Außerdem sollte genügend Sonnenlicht in das Gewächshaus kommen, deswegen wählen Sie einen Standort, an dem kein dichter Bewuchs in der Nähe ist. Planen Sie den Eingang nicht zur Wetterseite hin, um die Pflanzen vor Witterungseinflüssen zu schützen. Besser ist eine Ost-West-Ausrichtung.

Das Material

Das Material

Beliebt sind Gewächshäuser aus Stahl oder Aluminium – für die DIY-Variante greifen viele aber auch gerne auf Holz zurück. Scheiben aus Einfach- oder Doppelglas sind zwar die Klassiker beim Gewächshaus, sind aber wegen Bruchgefahr und möglicher Hitzestaus nicht unbedingt die Optimallösung. Besser geeignet sind da Stegdoppelplatten aus Makrolon oder Plexiglas.

Das Fundament

Das Fundament

Wer sich für ein Gewächshaus aus Holz entscheidet, sollte zusätzlich ein Fundament errichten, um das Material vor Schäden zu schützen. Je nach Größe des Hauses planen Sie hierfür ein Streifen-, Punkt- oder Plattenfundament.

Welche Heizung darf es sein?

Welche Heizung darf es sein?

Wenn Sie lediglich verhindern möchten, dass Ihre Pflanzen bei Frost Schaden nehmen, reicht ein Frostwächter völlig aus. Er hält die Temperatur zuverlässig über 0 °C und ist in Anschaffung und Betrieb sehr sparsam – ideal für ein Kalthaus oder die Überwinterung robuster Kübelpflanzen.

Planen Sie hingegen eine ganzjährige Nutzung oder möchten empfindliche Pflanzen wie Exoten oder Tropengewächse unterbringen, stehen verschiedene Heizarten zur Wahl: Elektroheizungen brauchen einen Stromanschluss, Gasheizungen lassen sich mit Flüssiggas-Flaschen betreiben. Alternativ gibt es Paraffin- oder Petroleumheizungen mit integriertem Tank. Wer auf Holz oder Pellets setzt, muss einen Abgasabzug und ggf. Strom einplanen.

Beleuchtung

Beleuchtung

Gerade in der dunklen Jahreszeit brauchen Ihre Pflänzchen eine Portion Licht, um gut gedeihen zu können. Helfen Sie ein bisschen nach und installieren Sie in Ihrem Gewächshaus passende Beleuchtung. Dabei können Sie den natürlichen Sonnenstand imitieren und die Lampen – am besten LED – von oben oder seitlich auf die Pflanzen scheinen lassen.

Ganz schön smart

Ganz schön smart

Temperatur, Licht und Feuchtigkeit immer im Blick – smarte Technik macht die Gewächshauspflege einfacher. Beleuchtungssysteme simulieren Sonnenauf- und -untergang und per App lassen sich Bewässerung und Lüftung bequem vom Sofa aus steuern.